Das Hochschulsystem in Deutschland

Das Hochschulsystem in Deutschland besteht aus unterschiedlichen Hochschultypen: Universitäten, Fachhochschulen, sowie Kunst- und Musikhochschulen. Davon sind etwa 60% staatliche, 30% private und 10% kirchliche Hochschulen. Die meisten Studierenden sind an staatlichen Hochschulen eingeschrieben. Im Wintersemester 2013/14 gab es in Deutschland insgesamt 107 Universitäten und 216 Fachhochschulen. In Koblenz gibt es die Universität Koblenz-Landau und die Hochschule Koblenz.

Forschungsorientiertes Studium an Universitäten

Universitäten sind in der Regel forschungsorientiert ausgerichtet und vermitteln theoretisches Wissen und methodische Kompetenzen. Es gilt das Prinzip der „Einheit von Forschung und Lehre“. Deutsche Universitäten sind demnach nicht nur Ausbildungsstätten, sondern immer auch Orte unabhängiger Grundlagen- und anwendungsbezogener Forschung. Sie haben verglichen mit den anderen Hochschultypen das breiteste Fächerspektrum. Universitäten haben das Promotionsrecht und verleihen den Doktorgrad. Darüber hinaus haben sie das Habilitationsrecht.

Praxisorientiert Studieren an Fachhochschulen

Fachhochschulen (FH) zeichnen sich durch eine starke Praxisorientierung in Forschung, Lehre und Weiterbildung aus. Ziel ist es, Studierende praxisorientiert auf einer wissenschaftlichen Grundlage auszubilden. Viele Studiengänge an Fachhochschulen beinhalten daher auch verpflichtende Praktika. Fachhochschulen bieten so wie Universitäten Bachelor- und Masterstudiengänge an.

Fachhochschulen existieren in Deutschland seit den 1970er Jahren und haben seitdem eine dynamische Entwicklung durchlaufen. In der Regel haben Fachhochschulen in Deutschland jedoch kein Promotionsrecht. In einigen Bundeländern gibt es allerdings Pilotprojekte zur Einführung des Promotionsrechts an Fachhochschulen.